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Zusammenfassung
Die neue US-Administration fokussiert sich unerwartet stark auf fossile Brennstoffe: Sie hat den „Energienotstand“ ausgerufen, um Genehmigungen für neue Flüssiggasterminals zu beschleunigen und Auflagen für Öl- und Gasbohrungen zu lockern.
Gleichzeitig fährt sie die Förderung grüner Energien zurück und könnte den Inflation Reduction Act (IRA) demontieren: Als CO2-arme Energien und Technologien sind nur noch Kernenergie, die auch für Fracking genutzte Geothermie und neuste Batterietechnik förderfähig.
Das angekündigte Streichen von Klimasubventionen und Aufheben von Schutz-vorschriften würde den Rückgang der US-Emissionen in den kommenden Jahren verlangsamen: Statt wie geplant um 37 Prozent wären es nur 25 Prozent bis 2030 gegenüber dem Basisjahr 2005. Eine Reihe multinationaler Unternehmen überdenken bereits ihre Investitionen in erneuerbare Energien und den grünen Technologiesektor in den USA, während zahlreiche Maßnahmen der Regierung vor Gericht angefochten werden.
Von der Rückkehr der USA zu fossilen Brennstoffen profitiert China als führende Supermacht für erneuerbare Energietechnologien und in der Elektromobilität.
Bei Rohstoffen, die für die Energiewende und für militärische Anwendungen wichtig sind, geht die US-Regierung aggressiv vor: Ein Staatsfonds soll durch Investitionen in ausländische Bergwerke und politischen Druck den Zugang zum mineralienreichen Grönland und zu Seltenen Erden in der Ukraine ermöglichen.
Der von Präsident Donald Trump erklärte erneute Austritt aus dem Pariser Klimaschutz-Abkommen ist vor allem symbolisch, da die US-Energiepolitik auch unter seinem Vorgänger primär wirtschaftlich motiviert war. Auch beträgt der amerikanische Anteil nur etwa 11 Prozent der weltweiten Emissionen. Allerdings könnten andere Länder wie Argentinien oder Indonesien dem Beispiel folgen.
Das Einfrieren sämtlicher US-Zahlungen für internationale Hilfe, insbesondere die Auflösung der Entwicklungshilfebehörde USAID, hat auch Auswirkungen auf die weltweite Förderung CO2-armer Energie. So werden beispielsweise derzeit keine Solarprojekte in der Ukraine oder Afrika mehr von den USA unterstützt.
Schließlich schaffen die angekündigten US-Zölle nicht nur Unsicherheit bei Unternehmen, sondern machen auch eine europäisch-amerikanische Zusammenarbeit im Klimabereich, beispielsweise im Rahmen gemeinsamer Maßnahmen zum CO2-Grenzausgleich, zunichte.

Handlungsempfehlungen für Unternehmen finden Sie im Report (Download siehe oben)